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Drip Cake: Der Wunsch nach einer lilafarbenen Geburtstagstorte

 

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Eine Woche ist es bereits her – schon sieben Tage ist meine kleine Maus drei Jahre alt. Als ich noch ein Kind war kamen mir Jahre wie eine unvorstellbare lange Zeit vor. Noch ein Jahr bis wieder Weihnachten ist, noch ein Jahr bis wieder Ostern ist, noch ein Jahr bis man wieder Geburtstag hat. Heute kommen mir Jahre fast wie ein Fingerschnipsen vor – Zack, schon wieder um. Wie der Sekundenzeiger einer Uhr.

Deswegen weiß ich auch wie Hilda geschmort haben muss, als sie sich schon über einen Monat vor ihrem Geburtstag eine lilafarbene Geburtstagstorte gewünscht hat. Gefühlt hat sie es jeden Tag angesprochen. Das ja Lila ihre Lieblingsfarbe sei und deswegen auch die Torte Lila sein muss. Im Kindergarten gab es auch schon strikte Farbangaben zu ihrer Geburtstagskrone und welche Motive drauf sein müssen. Ich glaube fast jede Mädchenmama weiß welche Motive ich meinen könnte – Anna & Elsa …

Diese beiden Grazien sollten allerdings nicht auf die Torte, sondern ein Einhorn. Da ich selbst vom aktuellen Einhornfieber infiziert bin, kam mir das auch sehr recht. Tatsächlich habe ich einen sehr tollen Einhorn-Cake Topper im Netz gefunden. Hier könnt ihr ihn finden.

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So jetzt kam die große Frage: Wie bekomme ich die Torte überhaupt Lila? Mein erster Gedanke war direkt Fondant. Ich habe allerdings noch nie eine mehrstöckige Torte gebacken und mich dann direkt an Fondant auszuprobieren war mir dann doch zu viel Aufwand. Also habe ich mich belesen und in Sozialen Netzwerken mit lieben Menschen ausgetauscht. Zuletzt habe ich auf Instagram einen tollen Tipp bekommen, den ich dann auch umgesetzt habe. Stichwort – Swiss Meringue, aber kommen wir erst zu der eigentlichen Torte.

Ich habe Schokoladenbiskuitböden in sehr praktischen Formen gebacken. Gefunden habe ich die auf Amazon und war über das Ergebnis mehr als begeistert. Hier könnt ihr sie finden. Die werde ich auf alle fälle häufiger verwenden. Praktisch finde ich sie deshalb, weil man alle Böden einzeln backt und nicht einen großen Kuchen um den dann zu zerteilen. Zudem hat man bloß eine Backzeit von 10 Minuten und es kühlt schnell aus. So jetzt aber mal zum Rezept (für den TM5) welches ich für den Schokoladenbiskuit benutzt habe.

Schokoladenbiskuit für drei Böden:

  • 6 Eier
  • 180 g Zucker
  • 1 1/2 Tl Vanillezucker
  • 120 g Mehl
  • 60 g Kakao
  • eine Prise Salz
  • Butter zum einfetten
  1. Backofen auf 180°C vorheizen und die Formen mit Butter einfetten.
  2. Rühraufsatz einsetzen. Eier, Zucker und Vanillezucker in den Mixtopf geben und 6Min./37°C/Stufe 4 schlagen. Dann weitere 6 Min./Stufe 4 schlagen.
  3. Mehl, Kakao und Salz rechts und links neben den Rühraufsatz zugeben und 8Sek./Stufe3 unterheben.
  4. Rühraufsatz entfernen. Mit dem Spatel das Mehl noch einmal unterheben.
  5. Den Teig auf die drei vorbereiteten Formen verteilen und 10 Minuten bei 180°C backen. Die Kuchen ca. 10 Minuten abkühlen lassen bevor sie aus den Formen genommen werden.

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Ich habe für meinen Kuchen sechs Böden gebacken. Als also der Teig für die ersten Drei im Ofen war habe ich währenddessen einen neuen fertig gemacht, um im Anschluss direkt weiter zu backen. Entweder könnt ihr nun mit der Swiss Meringue anfangen, dafür muss der Mixtopf aber wirklich Fett- und Feuchtigskeitsfrei sein oder ihr macht am nächsten Tag weiter und der Topf wurde gründlich vom Geschirrspüler gereinigt. Die Biskuitböden können im Kühlschrank bis zu fünf Tage darauf warten weiter verarbeitet zu werden.

Swiss Meringue (Buttercream)

  • 5 Eiweiß Gr. L
  • 200 g Zucker
  • 300g Butter, zimmerwarm
  • eine Prise Salz
  • Lebensmittelfarbe
  1. Rühraufsatz einsetzen. Der bleibt die ganze Zeit über im Mixtopf.
  2. Eiweiß, Zucker und Salz in den Mixtopf geben 6Min./60°C/Stufe3 verrühren. Deckel abnehmen und mit den Fingern überprüfen ob sich noch Zuckerkristalle in der Masse befinden. Falls ja noch eine weitere Minute bei 60°C rühren lassen.
  3. Der ganze Mixtopf wird nun 30 Minuten im Kühlschrank abgekühlt.
  4. Bei laufendem Messer 7-10Min./Stufe3,5 nach und nach die Butter durch die Deckelöffnung dazu geben. Nicht erschrecken falls die Masse klumpig werden sollte, einfach weiter schlagen mit sich eine homogene Buttercreme gebildet hat.
  5. Nun kann die Lebenmittelfarbe dazu gegeben werden. Ich habe die hier benutzt. Ihr könnt aber auch jede andere verwenden oder auch Aromen nach Geschmack. Kakaopulver oder ein wenig Fruchtpüree gehen auch.

Tipp: Sollte die Masse beim Rühren zu flüssig werden, einfach in den Kühlschrank stellen um abkühlen und noch mal aufschlagen.

Nun werden die Böden mit der Buttercreme eingestrichen. Zum Schluss habe ich weiße Schokolade geschmolzen und von oben herab laufen lassen. Ist die Schokolade noch feucht, kann man sie noch nach Lust und Laune dekorieren. Bei mir sind es die kleinen Marshmallows geworden. Um die ganze Torte entspannt herstellen zu können habe ich mir dafür zwei Tage eingeplant. Gerade mit zwei Kindern kann man nicht Stundenlang in der Küche stehen. Ich hoffe sie gefällt euch und ich konnte euch ein wenig Inspirieren.

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