Diary

06.06.2020 -25kg / Was bisher geschah

Schon länger überlege ich, mich hinzusetzten und eine Art Abnehmtagebuch zu schreiben. Einfach um alles zu dokumentieren und mir immer wieder ins Gedächtnis rufen zu können, was ich bis jetzt geschafft habe. Vielleicht um auch zu sehen, was ich evt. bis jetzt sogar falsch gemacht habe. Denn, natürlich ist das hier nicht mein erster Versuch abzunehmen.

Aber warum fange ich ausgerechnet jetzt an diese Zeilen zu schreiben? Ganz einfach, ich habe gerade unglaublichen Appetit auf Chips, süßes o.ä. Am besten alles auf einmal. Es ist jetzt 20.15 Uhr, die Kinder sind im Bett, es ist Wochenende und ich kann tun und lassen, was ich will. Normalerweise würde ich jetzt auf dem Sofa liegen und bei Netflix und Co. schauen, was es Neues gibt. Doch eins habe ich in den letzten sieben Monaten gelernt – durchbreche alte Gewohnheiten! Und das ist gar nicht einfach…

Ich bin gerade am überlegen wohin dieser Artikel gehen wird, da er ja die letzten Monate und sogar Jahre etwas zusammenfassen soll. Allerdings möchte ich ein paar Punkte etwas genauer erläutern, deswegen werden diese Punkte einen extra Artikel bekommen. Darunter fallen zum Beispiel die bereits oben genannten Gewohnheiten, wieso ich welchen Sport angefangen habe oder mein Prozess der gesunden Ernährung. Fangen wir jetzt aber erstmal mit der groben Zusammenfassung an.

Die Anfänge

Dezember 2015 mit 124 kg habe ich mir eine Fitbit One gekauft. Dies war damals gar keine tracking Uhr im klassischen Sinne, denn das ist eher eine Art Klipp gewesen. Den konnte ich mir an den BH heften und so meine Schritte überwachen. Ich glaube dieses Fitbit Modell kann man gar nicht mehr kaufen, aber damals war es mir total unangenehm, jegliche Form von Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, die auch nur im entferntesten mein Gewicht betraf. Ich hatte aber irgendwo gelesen das man täglich auf 10.000 Schritte kommen sollte, denn das soll gut für den Körper sein. Also musste so ein tracking Dingens her.

Ich dachte mir das ich mit zwei Kindern, dem Hof und dem Haus locker über die 10.000 Schritte komme. Ha! Von wegen. Den ersten Tag hatte ich 1388 Schritte. Gut – zu meiner Verteidigung: Das waren die Schritte vom späten Nachmittag, da das tracking Ding ja erst Nachmittags angeliefert wurde. Doch am nächsten Tag sah es auch nicht viel rosiger aus. Gerade mal 5574 Schritte wurden aufgezeichnet. Mit der Zeit wurde es aber besser und ich habe es geschafft, regelmäßig über die 10k zu kommen.

Ich habe aufgegeben

Jetzt gibt es einen großen Zeitsprung in dem ich leider gar nicht genau sagen kann was dort genau passiert ist. Eins kann ich aber doch sagen. Meine alten Gewohnheiten hatten mich fest im Griff und die Fitbit One ist lange nicht mehr aufgeladen worden und lag in der Ecke. Ich habe aufgeben. Rückblickend kann ich auch sagen warum. Ich hatte keinen Leitfaden, keine Alternativen, also musste ein „Programm“ her.

Wir schreiben das Jahr 2017. Januar – klassicher Neujahrsvorsatz. Dieses Jahr wird sich alles ändern, ich erreiche mein Traumgewicht. Bzw. wollte ich immer nur im normalgewichtigen Bereich laden. Eben schrieb ich ein Programm müsse her und welches Abnehmprogramm fällt euch als allererstes ein? Richtig! Weight Watchers. Also Zack angemeldet und was soll ich sagen, es hat funktioniert. Im ersten Moment zumindest. Wieso es am Ende doch nicht geklappt hat muss ich wieder auf ein anderes mal verschrieben, sonst sprenge ich hier den Rahmen.

Irgendwann im letzten Drittel von 2017 habe ich mich bei Mrs Sporty angemeldet. Zusätzlichen zu Weight Watchers wollte ich Sport machen, denn das ist ja bekanntlich gut für den Körper. Damals hatte ich ca. 15 kg abgenommen. WW und Mrs Sporty liefen ungefähr bis Februar 2018 relativ gut, ich hatte insgesamt 20 kg verloren und dann ging es wieder bergab. Ich hatte jegliche Motivation verloren, die 20 kg waren in kürzester Zeit wieder drauf und die Wage zeigte recht konstant zwischen 120 kg und 125 kg an. Da hatte ich breites WW und Mrs Sporty schon längst gekündigt. Wie schlecht es mir damit ging, muss ich wohl nicht erläutern.

Mein ganzer Körper tat weh

18.11.2019 Dies ist mein Tag im Leben, an dem ich gesagt habe, dass es so nicht mehr weiter geht! Ich wog an diesem Tag 125 kg. Fühlte mich schlecht, die Klamotten saßen schlecht, mir war einfach schlecht. Tatsächlich kann ich gar nicht genau sagen, was mein ‚Klick‘ Moment war, aber es sollte sich genau da etwas verändern. Ihr glaubt es vielleicht nicht, aber ich habe mich wieder bei Weight Watchers angemeldet. Doch diesmal wollte ich es anders angehen. Klingt jetzt total überholt, ich weiß. Ich muss aber sagen, dass ich diesmal wusste, was ich beim ersten Mal falsch gemacht habe und konnte es dieses Mal besser machen. Mit Erfolg!

Anfang März -15 kg habe ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet und einer Freundin davon erzählt. Die schleifte mich direkt die Woche drauf in einen Sportkurs. Les Mills Body Pump, dies ist der Name des Kurses. Leute, ich konnte ungelogen eine ganze Woche nicht mehr richtig laufen danach. Mir tat mein ganzer Körper weh. Ich wurde von Eltern im Kindergarten angesprochen, ob alles ok mit mir sei, weil ich gelaufen bin wie auf rohen Eiern. Eine Woche später stand ich aber schon wieder im selben Kurs und es machte tatsächlich Spaß.

Dies war fast schon wie eine Offenbarung!

Dann kam Corona. Corona hat mir einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Da ich aber auch noch irgendwann die App Gymondo im Vorjahr aufs Handy geladen hatte, habe ich jetzt also angefangen, zu Hause zwei- bis dreimal die Woche Sport zu machen. Leider hatte ich bei diesen Kursen aus der App nicht halb so viel Spaß wie in dem Bodypump Kurs im Fitnessstudio. Also hing der April ziemlich durch. Sport hab ich vielleicht nur noch einmal die Woche gemacht und die Ernährung lief auf so lala. Also stagnierte es und darauf bin ich tatsächlich ziemlich Stolz.

Das Gewicht ist zumindest nicht mehr geworden und ich konnte es einfach halten. Vor einem Jahr wäre ich komplett in alte Verhaltensweisen zurückgefallen. Diesmal nicht! Das Fitnessstudio hatte irgendwann angeboten, die Kurse nun On demand laufen zu lassen. Das war eine richtig coole Aktion. So hab ich angefangen, den Kurs zweimal die Woche zu Hause zu machen. Erst mit einer selbst gebauten Langhantel und später hab ich mir die originale Hantel von Les Mills bestellt. Jetzt hat es wieder richtig Spaß gemacht.

Es gab da aber eine Sache, die mich aus meinem Tief geholt hat. Ich habe mir das Buch „Fettlogik überwinden“ von Nadja Hermann als Hörbuch heruntergeladen. Dies war fast schon wie eine Offenbarung!

Heute ist der 06.06.2020 und ich habe 25 kg abgenommen, mache dreimal die Woche Sport und bin mittlerweile auf Kalorienzählen umgestiegen. Dafür nutze ich die App Yazio, also habe ich die Weight Watchers App wieder einmal gekündigt. Diesmal allerdings mit einem guten Gefühl und mit diesem Gefühl schaue ich in die Zukunft. Ich weiß, dass ich hier nicht sehr ins Detail gegangen bin, aber ich werde dies die nächsten Wochen aufholen!

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